Aussaatkalender

Ein Aussaatkalender hilft dir dabei, den richtigen Zeitpunkt für das Säen, Pflanzen und Ernten von Gemüse, Kräutern und Blumen zu wählen. Dadurch steigen die Chancen auf gesunde Pflanzen und eine gute Ernte.

Typischerweise zeigt ein Aussaatkalender:

  • Wann du im Haus vorziehen solltest, z. B. Tomaten oder Paprika.
  • Wann die Direktsaat ins Freiland möglich ist, z. B. Möhren, Radieschen oder Spinat.
  • Wann Jungpflanzen ausgepflanzt werden können, nachdem keine Frostgefahr mehr besteht.
  • Wann die Ernte zu erwarten ist.
  • Oft auch mehrere Aussaattermine, damit du über einen längeren Zeitraum ernten kannst.

Ein Beispiel:

Pflanze Vorkultur Direktsaat Ernte
Tomaten Februar–April Juli–Oktober
Radieschen März–September April–Oktober
Salat Februar–Juli April–August Mai–Oktober

Warum ist das wichtig?

Pflanzen haben unterschiedliche Ansprüche an:

  • Temperatur (manche keimen erst bei Wärme, andere mögen Kälte),
  • Tageslänge (z. B. schießen manche Salate im Hochsommer schneller),
  • Frostempfindlichkeit,
  • Wachstumsdauer.

Wenn du zu früh aussäst, können Samen nicht keimen oder Jungpflanzen durch Frost geschädigt werden. Säst du zu spät, bleibt oft nicht genug Zeit bis zur Ernte.

Grenzen eines Aussaatkalenders

Ein Aussaatkalender ist eine Orientierung, kein starres Regelwerk. Sinnvoll ist es, zusätzlich auf Folgendes zu achten:

  • das regionale Klima (Norddeutschland, Alpen, Küste usw.),
  • die aktuelle Wetterlage,
  • ob du im Gewächshaus, Hochbeet oder Freiland anbaust.

Deshalb unterscheiden sich Aussaatkalender je nach Region oft um einige Wochen.

Kurz gesagt: Ein Aussaatkalender hilft dir, zur richtigen Zeit die richtige Kultur auszusäen, damit Keimung, Wachstum und Ernte möglichst erfolgreich verlaufen.